Manuelle Lymphdrainage  Foto 1&3 (C) Hanno Wiesmann Hauptindikationen für die manuelle Lymphdrainage beim Pferd     Angelaufene Beine     werden bei Pferden häufig festgestellt, jedoch meist nicht als Problem angesehen,      da die Schwellung in der Regel durch Bewegung abnimmt. Meist handelt es sich      dabei jedoch um das Frühstadium eines Lymphödems, das frühzeitig mit manueller      Lymphdrainage behandelt werden sollte. Häufig neigen solche Pferde auch zur      Entwicklung von Einschüssen.     Chronische Phlegmone (Elefantiasis)     Gallen gelten meist als harmlos, können jedoch durch Zubildung von Bindegewebe verhärten und Lahmheiten verursachen.     Stauungsödeme     Postoperative/Posttraumatische Schwellungen         Tendinitis Auch in Muskeln und Sehnen befinden sich Lymphgefäße. Durch manuelle Lymphdrainage können toxische Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert und der Heilungsprozess einer Sehnenverletzung optimiert werden. Bewegungsbedingte Myopathien Mittels manueller Lymphdrainage kann der Abbau von Laktat unterstützt und die Durchblutung der Muskulatur verbessert werden.  Kontraindikationen     akute Infektionen     Blutungen     Frakturen     Tumore     Herzinsuffizienz     Schilddrüsenüberfunktion Behandlungsablauf Kontraindikationen sollten vor Behandlungsbeginn vom Tierarzt ausgeschlossen werden.  Befunde wie z.B. Sehnenverletzungen oder Myopathien bedürfen einer tierärztlichen  Behandlung und können nur unterstützend mit manueller Lymphdrainage behandelt  werden.  Die manuelle Lymphdrainage wird über einen Zeitraum von 2-3 Wochen im Abstand von 1-  3 Tagen angewendet. Eine Behandlung dauert je nach Fall 30-60 Minuten. Abschließend  kommen Kompressionsverbände, Kompressionsstrümpfe oder Lymphtapes zum Einsatz,  um den Lymphfluss weiter zu unterstützen. Der Umfang des Ödems im Verlauf der  Behandlung wird protokolliert. Bei chronischen Ödemen sollte auch darüber hinaus mit  manueller Lymphdrainage behandelt werden.  Von der Verwendung von Stallbandagen sollte abgesehen werden, da diese die  Lymphgefäße weiter schwächen und den Zustand verschlechtern können.  Von angelaufenen Beinen und Ödemen bis hin zur chronischen Phlegmone werden Umfangsvermehrungen reduziert und der Lymphfluss nachhaltig unterstützt. © www.pferdetherapie-kuhnke.de 2013 Impressum © www.pferdetherapie-kuhnke.de 2013 Impressum & Datenschutz
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